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Intervallfasten für Anfänger – alles, was du wissen solltest

Intervallfasten ist ein Lebensstil, bei dem zwischen Essen- und Fastenphasen gewechselt wird.


Damit verbesserst du deinen Stoffwechsel, verringerst Heißhungeranfälle und deine Gewichtsabnahme wird gesund und effektiv beeinflusst.


In diesem Beitrag erhältst du alle wichtigen Informationen über das Intervallfasten für Anfänger.

Nicole Lange

Autor: Nicole Lange

Aktualisiert am: 02.06.2020

Wissenschaftlicher Faktencheck

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Was ist Intervallfasten?

Im normalen Alltag machen wir uns nur wenig Gedanken darüber, wann wir essen und wann nicht. Dadurch, dass Nahrungsmittel wie Fast Food oder Snacks ständig verfügbar sind, essen die meisten Menschen mehr oder weniger den ganzen Tag. Nur wenn wir schlafen, essen wir naturgegeben nichts.


Beim Intervallfasten (intermittierendes Fasten, engl. „intermittent fasting“) wird die Nahrungsaufnahme ganz bewusst auf wenige Stunden pro Tag beschränkt – den Rest des Tages wird gefastet, also nichts gegessen.


Das klingt zunächst wenig spektakulär, ist für viele jedoch ungewohnt: Am Morgen bewusst ein paar Stunden bis zum Frühstück warten oder abends nach dem Abendessen nichts mehr vor dem Fernseher snacken, stellt für viele eine große Herausforderung dar.


Doch genau das ist ein wichtiger Punkt beim Intervallfasten. Es geht um den bewussten Wechsel zwischen Essen- und Fastenphasen.


Das bekannteste Intervallfasten-Modell ist das 16/8, bei dem 16 Stunden gefastet wird und innerhalb einer 8-stündigen Essensphase gegessen werden kann. Doch darauf gehen wir im Abschnitt “Umsetzung” noch einmal intensiver ein.

Warum sollte man sich bewusst einschränken?

Wir haben im 21. Jahrhundert den Bezug zum Essen verloren. Essen ist immer und überall verfügbar. Das ständige Essen wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus, da ständig etwas verdaut und gespeichert wird, die Speicher hingegen aber nur selten geleert werden.


Übergewicht und Altlasten bauen sich in unserem Körper auf, und wir wundern uns, warum wir chronisch krank werden. All unsere neuartigen Zivilisationskrankheiten wie z.B. Diabetes oder Bluthochdruck sind die ersten Auswirkungen unserer Konsumgesellschaft.


Beim Intervallfasten geht es darum, die Vorteile des Fastens wieder in den Alltag zu bringen, ohne vollständig fasten zu müssen.

Intervallfasten vs. Heilfasten

Fasten ist gut und wichtig für deinen Körper. In jeder Religion spielt Fasten zur Reinigung von Körper, Geist und Seele eine große Rolle und die Wissenschaft ergründet glücklicherweise die Vorteile des Fastens immer mehr.


Doch das (Heil)Fasten oder auch Vollfasten genannt, d. h. mehrere Tage bis Wochen am Stück nichts essen, ist nicht sehr alltagstauglich und auch nicht für jeden geeignet.


Das Intervallfasten hingegen nutzt die Vorteile des Fastens und macht es alltagstauglich, indem viele kleine Fastenfenster (täglich oder wöchentlich) in den Alltag integriert werden.


Somit kann dein Körper die wichtigen Prozesse, die beim Vollfasten rund um die Uhr passieren, nutzen – ohne jedoch vollkommen auf Nahrung zu verzichten und körperliche Beeinträchtigungen zu riskieren.


Denn sieben Tage nichts essen und normal zur Arbeit gehen, klingt schwer machbar, oder? Aber täglich das Frühstück ausfallen lassen oder um wenige Stunden nach hinten zu verschieben – schon eher.


Das ist Intervallfasten – die Vorteile des Fastens nutzen – und dabei normal essen können, lediglich auf ein kleines Zeitfenster beschränkt.

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Wie geht Intervallfasten?

In der Praxis sieht Intervallfasten für Anfänger sehr übersichtlich aus:

 

  • Es gibt eine Essensphase, welche die Essensaufnahme auf wenige Stunden pro Tag beschränkt. In dieser Phase sollte der Fokus auf 2-3 Hauptmahlzeiten mit natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln liegen.
  • Den Rest des Tages wird gefastet - die sogenannte Fastenphase. In dieser Phase wird also nichts gegessen und nur Wasser oder ungesüßter Tee zu sich genommen.

Was passiert in der Fastenphase?

In dieser Zeit kommt der Körper „endlich“ dazu, seine Speicher zu leeren: Körperfett kann abgebaut werden, der Verdauungstrakt wird leer geräumt und jede Zelle des Körpers zur Entgiftung angeregt.


Wir wissen heute, dass diese Prozesse (katabole, d.h. abbauende Prozesse) nur stattfinden können, wenn keine Nahrung zugeführt wird. Denn wenn wir essen, ist der Körper im Speicher- und Aufbaumodus (anabol).

 
Er wird erst katabol, wenn für eine bestimmte Zeit nichts Neues in den Verdauungstrakt dazukommt.


Es gibt noch andere Modelle des Intervallfastens, bei denen an bestimmten Tagen in der Woche vollständig gefastet wird. Darauf gehe ich aber im Verlauf des Beitrags noch einmal intensiver ein.

Intervallfasten für Anfänger – was darf ich essen?

Was darf ich als Anfänger beim Intervallfasten 16/8 essen und was nicht?


In den Fastenphasen solltest du vollständig auf das Essen verzichten. Auch vom Trinken kalorienhaltiger oder gesüßter Getränke rate ich grundsätzlich ab.


Anregende Getränke wie schwarzer Kaffee oder Tee mit Zitrone sollte man individuell betrachten, da jeder Körper anders auf diese Getränke reagiert und Fastenprozesse beeinträchtigt werden können.


Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann wirst du in diesem Beitrag fündig: “Ist Kaffee mit Milch beim Intervallfasten erlaubt und sinnvoll?” 


In den Essensphasen kannst du prinzipiell essen, worauf du Lust hast. Doch wenn es dir geht wie den meisten Fastenanfängern, dann möchtest du mit dem Intervallfasten ein bestimmtes Ziel verfolgen.


Gesundheitliche Ziele wie zum Beispiel Bluthochdruck senken oder eine gesunde Gewichtsabnahme sind sehr häufig der Grund, um Intervallfasten auszuprobieren.


Daher ist es ratsam, dich regional, saisonal und so natürlich wie möglich zu ernähren, um deinen Körper bestmöglich zu unterstützen.

Was passiert in der Fastenphase?

Was passiert eigentlich in deinem Körper, während du fastest? Das möchte ich dir in diesem Abschnitt kurz erklären. Danach verstehst du auch aus gesundheitlicher Sicht, warum Intervallfasten ein sinnvoller und wichtiger Lebensstil ist.

 
Nehmen wir einmal an, du hältst dich an ein 16/8-Schema, isst also für 8 Stunden, und fastest jeden Tag 16 Stunden. Was passiert dann in deinem Körper?


1. Nach etwa 12 Stunden sind deine Kohlenhydratspeicher in Leber und Muskeln leer. Dein Körper beginnt, Fett als primäre Energiequelle zu nutzen. Dadurch purzeln schnell die überflüssigen Pfunde (1).


2. Wenn der Insulinspiegel niedrig ist, wird die Autophagie angeregt. Dabei wird jede Zelle im Körper zur Entgiftung und zum Abbau alter Proteine und Strukturen angeregt, um an Energie und Rohstoffe zu gelangen.


3. Auch alte und beschädigte Zellen werden vom Immunsystem eliminiert und durch neue ersetzt.


4. Das angeborene Immunsystem wird verstärkt angeregt und kann so mögliche Krankheitserreger schnell und effektiv beseitigen. 


5. Nach einiger Zeit wird in der Leber die Ketogenese angeregt. Dabei werden aus Fettsäuren Ketonkörper gebildet und als Energiequelle genutzt. Dies geschieht, sobald dem Körper keine Glukose mehr zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Sprich: keine Kohlenhydrate mehr von außen zugefügt werden. Vorteil der Ketose: Unser Gehirn kann Ketone viel effektiver nutzen als Glukose. Viele Teilnehmer berichten von deutlich mehr Energie, einem klaren Kopf und konzentrierterem Arbeiten.


6. Der Magen-Darm-Trakt kommt zur Ruhe und kann sich auf das Ausscheiden alter Nahrungsreste konzentrieren. Auch Ablagerungen, umgangssprachlich „Schlacken“ genannt, werden ausgeschieden. Zusätzlich können sich Magen und Dünndarm ein wenig erholen und regenerieren.


7. Der Blutzuckerspiegel wird stabilisiert. Das verbessert auf Dauer Heißhungerattacken und erleichtert die mentale Kontrolle über deinen Körper und Hungergefühl.


8. Da viele chronische Infektionen und Parasiten auf stete Nahrungsaufnahme angewiesen sind, werden diese durch das Fasten am Wachstum gehemmt. Durch ein aktiveres Immunsystem können diese zudem leichter ausgeschieden werden.


9. Deine Gedanken kreisen nicht mehr die ganze Zeit um’s Essen. Du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren.


Das sind die biologischen Hintergründe, warum Intervallfasten ein sinnvoller Lebensstil ist. Aber auch evolutionär gesehen, ist Intervallfasten unserem natürlichen Essensrhythmus deutlich näher als unsere aktuelle Lebensweise.

Warum sind Fastenphasen sinnvoll und wichtig für deinen Körper?

Es gab schon immer Fastenphasen – ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Menschheit

 

Ursprünglich war es einmal so: 


Zeitweise gab es unglaublich viel zu essen, weil ein großes Tier erlegt wurde oder Früchte reif und im Überfluss vorhanden waren.


Diese Zeiten wurden genutzt, um zu schlemmen und sich die Bäuche vollzuschlagen…

… den es  gab  weder einen Kühlschrank noch ein Eisfach, in denen man verderbliche Lebensmittel hätte aufbewahren können.


Demgegenüber gab es dann aber auch Phasen, in denen es über mehrere Stunden, Tage oder gar Wochen nichts zu essen gab. Da mussten die Menschen trotz Hunger losgehen und sich auf Nahrungssuche begeben.


Allein diese Tatsache zeigt, dass dein Körper dafür entworfen wurde, um reibungslos zwischen zwei entgegengesetzten Zuständen zu funktionieren: “Essen“ und “Nicht-Essen“.
Werfen wir jetzt mal noch kurz einen Blick in die heutige Zeit.

Wie sieht es heutzutage mit natürlichen Ess- und Fastenphasen aus?

Wir haben heute:


  • einen 24-Stunden-Pizzaservice

  • Fast-Food-Ketten

  • Restaurants an jeder Ecke

  • Bäcker

  • Metzgereien

  • Supermärkte, die täglich bis spät am Abend geöffnet haben und für wenig Geld viele Fertigprodukte anbieten.


Alles ist auch für “To Go” erhältlich.


Wo bleibt da Zeit für Fastenphasen, Regeneration oder Fettabbau?

Fasten früher vs. Fasten heute

Fasten war schon immer Teil der menschlichen Kultur. Bei näherer Betrachtung war es immer ein Thema – bis etwa in die 50er-Jahre. Seitdem ist unsere Wohlstandsgesellschaft so gut mit Essen versorgt, dass keiner mehr hungern muss und Nahrung ständig verfügbar ist.


In den Millionen Jahren Vorgeschichte und in den letzten 10.000 Jahren Menschheitsgeschichte kam es immer wieder ganz natürlich zu Fastenphasen, in denen kein oder nur wenig Essen verfügbar war. Der Herbst und der Frühling waren Zeiten des Fastens. Auch wenn es zu schlechten Ernten kam, war man auf die Fastenprozesse angewiesen, um zu überleben. 


Unser Körper kennt die Fastenzeiten also sehr gut. Zu einem gewissen Teil braucht er diese gelegentlichen Fastenphasen wie deine Wohnung einen Frühjahrsputz.


Viele Menschen fasten heutzutage instinktiv, wenn sie krank sind. Dann vergeht uns nicht nur der Hunger, sondern auch der Appetit. Denn der Körper muss seine Energie bündeln, das Immunsystem aktivieren und aktiv „entgiften“, um der Infektion Herr zu werden. Hier wird das Fasten instinktiv genutzt.


In jeder Weltreligion wird zudem gefastet: Sei es der Ramadan im Islam, das vorösterliche Fasten im Christentum (das auch Jesus‘ 40-tägige Fastenzeit in der Wüste imitieren soll), die Fastenlehre des Buddha – der Mensch wusste instinktiv, dass es gut für ihn ist und das man beim Fasten einen klaren Verstand erlangt und sich Gott näher fühlt. Ob das Fasten heute deswegen in Verbindung mit Meditation bei Epilepsie und Depressionen eingesetzt wird (5)?


Dieser kleine geschichtliche Rückblick soll dir aufzeigen, dass Fasten etwas ganz Natürliches ist,  was der Mensch seit jeher gewollt oder ungewollt nutzt und auch positiv davon profitiert. Ich bin davon überzeugt, dass viele gesundheitlichen Probleme in unserer Gesellschaft mit wohl eingesetztem Fasten, verbessert werden können.

 

Wie ist es mit dir? Wie kann Intervallfasten dich unterstützen?

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Intervallfasten für Anfänger – Erfahrungen

Mit der Gesundheitsbox Intervallfasten Methode konnten wir bereits Tausenden Menschen dabei helfen, das Intervallfasten alltagstauglich zu nutzen, um gesund und dauerhaft abzunehmen.


Auch gesundheitliche Vorteile wie Verbesserung der Blutfettwerte oder Senkung von Bluthochdruck haben wir dadurch schon erreichen können.


Auf unserer Seite über Erfahrungen mit dem Intervallfasten kannst du tolle Erfahrungsberichte nachlesen.


Allerdings ist es wichtig zu sagen, dass Intervallfasten allein nicht ausreicht, um diese großartigen Ergebnisse zu erzielen. Wir arbeiten ganzheitlich und beziehen alle Faktoren ein, welche einen Einfluss auf deine Fettverbrennung haben.

Wie lange soll ich als Anfänger im Intervall fasten?

Das „Wie lange“ ist eine der häufigsten Fragen, die mir immer wieder gestellt werden.

 

Grundsätzlich ist das Intervallfasten ein Lebensstil, der immer gelebt werden kann. Wir nennen es zwar heutzutage Intervalllfasten aber der evolutionäre Rückblick zeigt deutlich, dass Intervallfasten unser natürlicher Essensrhythmus ist, womit dein Körper bestens umgehen kann.

 

Es ist keine kurze 7-Tage-Kur, die sofort all deine Probleme löst. Intervallfasten hilft dir längerfristig, um gesünder und vitaler zu werden. Der große Vorteil ist, dass du deine Fastenphasen täglich individuell an deinen Alltag anpassen kannst.


Somit bist du absolut flexibel und brauchst auf nichts verzichten. Dein Stoffwechsel wird nachhaltig verbessert und deine Fettpolster schmelzen und bleiben klein.

Wie lange sollte das tägliche oder wöchentliche Fastenfenster sein?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um ein Fastenfenster in deinen Alltag einzubauen.
Die zwei häufigsten Ausführungen, die besonders für Anfänger beim Intervallfasten gut ankommen, sind diese:


Intervallfasten 16:8 - Dabei kannst du täglich ein Fastenfenster einbauen für eine bestimmte Anzahl Stunden am Tag.


Intervallfasten 5:2 – Dabei fastest du an bestimmten Tagen in der Woche komplett für 24 Stunden.


Schauen wir uns diese beiden Varianten einmal etwas intensiver an...

Intervallfasten 16:8 für Anfänger

Das ist die klassische und beliebteste Form des Intervallfastens. Ziel ist es hierbei auf ein tägliches Essensfenster von 8 Stunden zu kommen und die anderen 16 Stunden wird gefastet. Wichtig ist, dass du deinen Körper sanft an die Fastenphase gewöhnst.


Optimal ist es, mit einer 12-stündigen Fastenpause zu starten. Wenn sich dein Körper an das Intervallfasten gewöhnt hat, kannst du Schritt für Schritt die Fastenzeit erweitern.

 

In der 8-stündigen Essensphase solltest du dich auf 2- 3 ausgewogene Mahlzeiten fokussieren. Wann du diese isst, entscheidest allein du. Je nach Alltag, Gewohnheiten und Terminen kannst du dein Fastenfenster täglich flexibel anpassen.


Achte dabei auf die Bedürfnisse deines Körpers. Wann bekommst du früh richtig Hunger? Bereits um 8 oder erst gegen 11 Uhr? Das gibt wichtige Hinweise darauf, was das beste Intervall für dich ist.


Die meisten meiner Teilnehmer  lassen das Frühstück ausfallen oder machen ein spätes Frühstück – essen also erstmals zwischen 10-12 Uhr. Mit dem Ende der letzten Mahlzeit läutest du dann dein Fastenfenster ein.


Übrigens: Es gibt auch noch das 20:4-Fasten, was auch als „Warrior Diet“ bekannt ist. Hier fastet man 20 Stunden am Tag und isst in einem Zeitfenster von 4 Stunden. 


In der Regel wird nur eine große Mahlzeit zu sich genommen , die dann für einen Tag anhält. Auch der bekannte US-General Stanley McChrystal ernährt sich so nach eigenen Aussagen seit 20 Jahren.


Dies ist jedoch nicht für jeden geeignet und auch Anfänger des Intervallfastens sollten sich nicht gleich mit dieser Form des Intervallfastens beschäftigen.

Intervallfasten für Anfänger 5:2

Das „5 zu 2 Fasten“ ist eine weitere bekannte Form des Intervallfastens. Hier wird nicht jeden Tag ein bisschen, sondern „jede Woche ein bisschen“ gefastet ;-)


Konkret: An 5 Tagen die Woche wird ganz normal gegessen, an 2 Tagen dann mit 500 Kcal am Tag gefastet.


Das ist für Anfänger nicht so leicht wie das 16:8 Fasten, da du dich an 2 Tagen pro Woche auf 500 Kcal einschränken musst. Für einige unvorstellbar, für andere kein Problem, wenn es sich um „ruhige Tage“ wie einen gemütlichen Sonntag handelt.


Die Herausforderung an dieser Methode ist die Einschränkung an den beiden Fastentagen. Für viele Menschen fühlt es sich dann nach Diät an und verleitet dazu an den übrigen Tagen über die Stränge zu schlagen.


Mit ein wenig Übung kann man sich aber relativ schnell an die Fastentage und 500 Kcal Grenze gewöhnen. Auch mit dieser Intervallfasten-Methode kann man schnell Gewicht verlieren.


Wer nicht abnehmen möchte, sollte natürlich an den fünf anderen Tagen ein wenig mehr essen, um den Fettverlust zu kompensieren – oder zum einfacheren 16:8-Fasten übergehen.

Was solltest du beim Intervallfasten beachten?

Kann jeder einfach so mit dem Intervallfasten beginnen?


Ja, aber für wenige Ausnahmen ist Intervallfasten nicht sinnvoll. 

Für wen ist das Intervallfasten nicht geeignet?

Nicht für jeden ist das Intervallfasten geeignet und eine valide Option. Die meisten Menschen profitieren davon und können damit ihre gesundheitlichen Ziele besser erreichen – einige Gruppen jedoch nicht.


Bei den folgenden Faktoren empfehlen ich das Intervallfasten nicht:

Intervallfasten bei Schwangerschaft und Stillzeit

In dieser turbulenten und wichtigen Phase des Lebens muss das Wachstum und die Versorgung des Embryos und später des Babys sichergestellt werden. Beim Intervallfasten kann es zu hormonellen Verschiebungen kommen, die die Versorgung des Kindes beeinträchtigen.


Außerdem sollte man in dieser Zeit darauf achten, dass man sich ausreichend und ausgewogen ernährt. Mit Intervallfasten wird ein falscher Fokus gesetzt. Auch ist das Intervallfasten in diesem Kontext nicht ausgiebig genug untersucht.

Intervallfasten bei Untergewicht

Wenn du untergewichtig bist, kann das Intervallfasten zu noch mehr Gewichtsverlust führen. Zudem führt ein zu geringer Körperfettanteil besonders bei Frauen zu hormonellen Belastungen, etwa der Schilddrüse und der Nebenniere.


Dadurch können chronische Erkrankungen wie eine Nebennierenerschöpfung oder Schilddrüsenunterfunktion begünstigt werden.


Daher empfehlen ich das Intervallfasten nicht, wenn Untergewicht besteht. In diesem Fall ist es besser, dein Vorhaben und dein Ziel mit deinem Arzt zu besprechen, um andere Varianten oder Möglichkeiten auszuloten.

Jünger als 18 Jahre und Intervallfasten

Zwar gibt es einige Studien, die zeigen, dass gelegentliches Fasten oder Ernährungsformen wie die ketogene Ernährung das Wachstum von Kindern nicht beeinträchtigen, doch in der Praxis kann das Intervallfasten bei nicht sachgemäßer Durchführung durchaus zu Wachstumsbeschwerden bei Kindern und Jugendlichen führen.

Intervallfasten nach Organtransplantation

Nach einem größeren Eingriff wie einer Organtransplantation wird Fasten nicht empfohlen, da der Körper in einem Regenerationsprozess ist, der in diesem Fall durch regelmäßige Aufnahme gesunder Lebensmittel unterstützt werden sollte.

Medikamente und Intervallfasten

Wenn du dauerhaft Medikamente einnimmst, besonders blutzuckersenkende oder blutdrucksenkende Medikamente, sprich bitte vorher mit deinem Arzt, Heilpraktiker oder Fastenleiter, wenn du das Intervallfasten ausprobieren möchtest.


In den meisten Fällen wird es nicht zu Überschneidungen oder Komplikationen kommen. Jedoch sollte man in diesen Fällen die Werte engmaschiger kontrollieren, um Dosierungen anzupassen.


Sollte eine Grunderkrankung bei dir vorliegen, informiere dich vorab, ob und in welchem Umfang das Intervallfasten für dich geeignet ist.

Fazit: Intervallfasten für Anfänger – kein Problem!

Intermittierendes Fasten ist ein Lebensstil, der deine Gesundheit unterstützt, indem die Nahrungsaufnahme begrenzt wird.


So werden körpereigene Entgiftungsmechanismen angeregt, der Stoffwechsel wird stabilisiert. Gewichtsverlust ist fast wie nebenbei möglich und Teilnehmer berichten von einem klaren Kopf und mehr Energie.


Wenn du bereit bist und Lust hast, das Intervallfasten als Anfänger für dich zu nutzen, dann kannst du dich hier auf dem Blog umfangreich informieren.


Wenn du das Intervallfasten nutzen möchtest, um gesund und dauerhaft abzunehmen, dann melde dich gerne zu meiner kostenlosen Intervallfasten Abnehm Challenge an. Hier erwarten dich viele Tipps und Strategien, um einfach gesund abzunehmen - Ohne Heißhunger und ohne Verzicht. 

(1) Wells JCK, Obesity as malnutrition: the role of capitalism in the obesity global epidemic. Am J Hum Biol. 2012 May-Jun; 24(3): 261–276. doi: 10.1002/ajhb.22253


(2)  Klempel MC, Kroeger CM, Bhutani S, Trepanowski JF, Varady KA. Intermittent fasting combined with calorie restriction is effective for weight loss and cardio-protection in obese women. Nutr J. 2012;11:98.doi:10.1186/1475-2891-11-98


(3) Yoshii, Saori R.; Mizushima, Noboru (2015): Autophagy machinery in the context of mammalian mitophagy. In: Biochimica et biophysica acta 1853 (10 Pt B), S. 2797–2801. DOI: 10.1016/j.bbamcr.2015.01.013.


(4) Hoddy KK, Gibbons C, Cynthia M. Kroeger, John F. Trepanowski, Adrienne Barnosky, Surabhi Bhutani, Kelsey Gabel, Graham Finlayson, Krista A. Varady Changes in hunger and fullness in relation to gut peptides before and after 8 weeks of alternate day fasting. Clin Nutr. 2016 Mar 30 : S0261-5614(16)00102-3. doi: 10.1016/j.clnu.2016.03.011


(5) Hussin NM1, Shahar S, Teng NI, Ngah WZ, Das SK.  Efficacy of fasting and calorie restriction (FCR) on mood and depression among ageing men. J Nutr Health Aging. 2013;17(8):674-80. doi: 10.1007/s12603-013-0344-9.


(6) Cherif, A., B. Roelands, R. Meeusen, and K. Chamari. "Effects of Intermittent Fasting, Caloric Restriction, and Ramadan Intermittent Fasting on Cognitive Performance at Rest and During Exercise in Adults." Sports Med 46, no. 1 (Jan 2016): 35-47. https://dx.doi.org/10.1007/s40279-015-0408-6.


(7) Kjeldsen-Kragh, J., M. Haugen, C. F. Borchgrevink, E. Laerum, M. Eek, P. Mowinkel, K. Hovi, and O. Forre. "Controlled Trial of Fasting and One-Year Vegetarian Diet in Rheumatoid Arthritis." Lancet 338, no. 8772 (Oct 12 1991): 899-902. https://dx.doi.org/10.1016/0140-6736(91)91770-u.


(8) Longo, V. D., and M. P. Mattson. "Fasting: Molecular Mechanisms and Clinical Applications." Cell Metab 19, no. 2 (Feb 4 2014): 181-92. https://dx.doi.org/10.1016/j.cmet.2013.12.008.


(9) Owen, O. E., A. P. Morgan, H. G. Kemp, J. M. Sullivan, M. G. Herrera, and G. F. Cahill, Jr. "Brain Metabolism During Fasting." J Clin Invest 46, no. 10 (Oct 1967): 1589-95. https://dx.doi.org/10.1172/jci105650.

Nicole Lange

Über die Autorin 

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Nicole Lange ist Fastenleiterin, Krankenschwester und Abnehmcoach. Ihre Mission als Gründerin der Gesundheitsbox ist es, Menschen professionell darin zu unterstützen, gesund und nachhaltig ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen und gleichzeitig ihre Gesundheit auf ein neues Level zu heben. Hier » erfährst du mehr über Nicole Lange und die Gesundheitsbox.

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