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Intervallfasten – Ist Kaffee mit Milch erlaubt?

Intermittierendes Fasten bietet viele Vorteile für deine Figur, den Stoffwechsel und deine gesundheitlichen Ziele.


Eine Frage, die uns häufig erreicht, ist die über Kaffee mit Milch beim Intervallfasten.


Wie sieht es da aus? Darüber soll es in diesem Beitrag gehen.

Nicole Lange

Autor:Nicole Lange

Aktualisiert am: 08.06.2020

Wissenschaftlicher Faktencheck

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Unterbricht Kaffee die Fastenphase beim Intervallfasten?

Eine wichtige Frage zuerst: Unterbricht Kaffee die Fastenphase bzw. sollte Kaffee beim Intervallfasten grundsätzlich gemieden werden?


Prinzipiell unterbricht Kaffee die Fastenphase nicht. Es kommt auf die Art, Zubereitung und Menge des Kaffees an, aber auch auf andere Faktoren, die ich in diesem Beitrag intensiver erläutern möchte.


Bei vielen Anwender des Intervallfastens kann Kaffee eine gute und sinnvolle Unterstützung sein – doch in einigen Fällen kann es auch genau das Gegenteil bewirken und die Vorteile vom Intervallfasten unterbrechen.


Dazu ist wichtig zu wissen, was passiert, wenn wir Kaffee trinken:

Welche Wirkung hat Kaffee auf deinen Körper?

Was passiert eigentlich, wenn wir Kaffee trinken? Kaffee ist ein interessantes Gebräu, das die Gesundheit auf vielerlei Weise unterstützen kann.


Einer Studie aus den USA zufolge (1) ist Kaffee in der Bevölkerung die wichtigste Quelle für Antioxidantien! Das zeigt natürlich einerseits, dass die Ernährung der Durchschnittsbevölkerung mehr als ungesund ist – doch es zeigt auch, dass Kaffee ein wahres Füllhorn an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ist, das Entzündungen und oxidativen Stress im Körper lindern kann.


Außerdem unterstützen die enthaltenden Polyphenole die Arbeit unserer Nervenzellen und bewirken zusammen mit dem Koffein eine vorübergehende Stärkung der Konzentrationsfähigkeit.


Hinzu kommt ein wenig Vitamin B – und natürlich das Koffein. Neben den Antioxidantien ist das Koffein der ausschlaggebende Faktor, der das Intervallfasten positive beeinflussen kann.


Aber Achtung! Koffein kann allerdings auch ein Grund sein, warum Kaffee das Intervallfasten negativ beeinflusst.


Jetzt bist du verwirrt?


Keine Sorge – Hier kommt die nötige Erklärung dazu: 

Positive Auswirkung auf das Intervallfasten

  • Koffein erhöht die Stoffwechselgeschwindigkeit und damit den Energieverbrauch. 
  • Koffein unterdrückt das natürliche Hungergefühl.

Negative Auswirkung auf das Intervallfasten

  • Koffein erhöht den Blutdruck und kann sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, wenn es zu viel Kaffee ist, zusammen mit zu viel Stress und der Einnahme von Medikamenten.
  • Das Koffein erhöht die Bildung von Cortisol und Noradrenalin in den Nebennieren und ist somit ein natürlicher Stressreiz. Dieser sorgt für den Wachmacher-Effekt, kann jedoch zusammen mit zu viel Stress im Alltag und einer Nebennierenschwäche (an chronischer Müdigkeit erkennbar) einen gegenteiligen Effekt bewirken.

Kann Kaffee die Vorteile vom Fasten verbessern oder gibt es auch nachteilige Effekte?

Kaffee verstärkt körpereigene Prozesse und kann das Intervallfasten unterstützen - oder behindern. Es kommt darauf an, wie viel Kaffee du trinkst und ob du in deinem Alltag sehr gestresst bist.


Das heißt, wenn du innerlich ausgeglichen bist, in den Essensfenstern ausreichend und gesund isst, auf hochwertigen Kaffee zurückgreifst und nicht zu viel davon trinkst, unterstützt er dich optimal beim Intervallfasten.


Er erhöht die Fettverbrennung und die Autophagie (2), senkt Hungergefühle, stärkt die Konzentration und kann sogar entzündungslindernd wirken.


Aber, wenn du chronisch gestresst bist, im Essensfenster zu wenig isst, chronisch müde und geschwächt bist und dich quasi mit Kaffee durch den Tag rettest, kann er Gegenteiliges bewirken. Dann verstärkt er die Stress-Signale deines Körper nur noch mehr und kann durch den Cortisol-Anstieg dafür sorgen, dass die Fastenphase unterbrochen wird.


Es kommt also auf den richtigen Umgang mit Kaffee an – Qualität, Menge und Stress spielen beim Intervallfasten eine wichtige Rolle.


Wenn du aktuell 16/8-Fasten durchführst und merkst, dass du ohne Kaffee so viel Hunger hast, dass es eine regelrechte Qual ist, bis zur ersten Mahlzeit durchzuhalten, dann empfehle ich dir, etwas an deiner Lebensführung zu ändern. In diesem Falle zeigt dir Kaffee, wo deine Schwachstellen sind – indem du diese angehst und beseitigst, erhöhst du den Erfolg des Intervallfastens.


Mein Tipp in diesem Fall: Geh mit den Fastenstunden etwas zurück und bringe mehr Entspannung und Pausen in deinen Alltag.

Welcher Kaffee ist der beste?

Wir reden über Qualität – doch welcher Kaffee ist eigentlich der beste und unterstützt deine Ziele zusätzlich?


Als Faustregel empfehlen ich dir, einen hochwertigen Kaffee aus Bio- und Fairtrade-Qualität zu verwenden. Lieber ein paar Euro mehr investieren und dafür eine Tasse weniger trinken.


Damit tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes, sondern unterstützt auch nachhaltige Landwirtschaft in der dritten Welt.


Bio-Kaffee ist deutlich seltener mit Schimmelgiften und Pestiziden belastet als herkömmlicher Kaffee. Diese Stoffe können dein Nervensystem und dein Immunsystem unnötig schaden und die Fettverbrennung verlangsamen. Und das wollen wir nicht, richtig?


Gut ist auch ein schonend gerösteter Kaffee – der Kaffee aus starker Röstung schmeckt vielen zwar besser, da er aromatischer ist, aber durch den deutlich höheren Gerbstoff-Gehalt kann er besonders auf nüchternen Magen die Schleimhäute in Magen und Darm reizen. 


Solltest du also Magenprobleme mit schwarzem Kaffee in der Fastenphase haben, dann probier als erstes einen schonend gerösteten Kaffee aus. Vielleicht bringt das schon Erleichterung.


Wenn du diese Punkte im Hinterkopf hast, ist am Ende der Kaffee der beste, der dir am besten schmeckt. Ein Kaffee, nach dessen Verzehr du dich wach und energetisch fühlst, anstatt müde und ausgelaugt. Das ist dann ein gutes Zeichen!

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Welche Zutaten im Kaffee unterbrechen die Fastenphase?

Soeben hatten wir, dass es ein richtig und ein falsch gibt, was Kaffee angeht. Gute Qualität, die richtige Menge und der richtige Umgang sind wichtig.


Doch es ist auch entscheidend, was in den Kaffee gelangt. Es macht schließlich einen großen Unterschied, ob du den Kaffee schwarz, mit Milch, Zucker, Süßstoff oder anderem zu dir nimmst.


Im Grunde kann alles, was Kalorien enthält oder süß schmeckt, die Fastenphase unterbrechen:


  • Kuhmilch
  • Sojamilch
  • Hafermilch
  • Reismilch
  • Zucker
  • Süßstoffe
  • Butter
  • Kokosöl
  • MCT-Öl

Milchkaffee beim Intervallfasten

Milch im Kaffee – und dabei spielt keine Rolle, welche Art von Milch – unterbricht die Fastenphase. Denn sie enthält sowohl Kohlenhydrate als auch Eiweiß. Nicht viel, aber dennoch ausreichend, um einen Insulinausstoß zu bewirken, der die Fastenphase unterbricht.


Im Fastenfenster ist Milch im Kaffee daher ein No-Go, wenn dir die gesundheitlichen und körperlichen Vorteile vom Intervallfasten wichtig sind.


In der Essensphase kannst du dir aber ohne schlechtes Gewissen einen Milchkaffee gönnen.

Zucker im Kaffee beim Intervallfasten

Zucker im Kaffee unterbricht ebenfalls das Fastenfenster. Denn durch den Zucker kommt es zu einem Insulinausstoß, welcher Autophagie- und Entrümpelungsprozessen einen Riegel vorschiebt.

Süßstoffe im Kaffee

Süßstoffe wie Stevia, Cyclamat und Saccharin enthalten keine Kalorien, also sind sie doch ideal zum Fasten, oder?


Das ist leider ein Trugschluss. Denn obwohl sie keine Kalorien enthalten, haben sie dennoch Auswirkungen im Körper: dein Körper registriert „süß“ und bereitet sich schon mal auf die süßen Kalorien vor, die dann aber ausbleiben.


Daher kann es sein, dass Süßstoffe zu einem Abfallen des Blutzuckers, zu Heißhungerattacken und zu einem kleinen Aufruhr im Darm führen können. Denn deine Darmbakterien mögen Süßstoffe so gar nicht!


Daher empfehle ich dir, auch auf Süßstoffe im Kaffee zu verzichten.

Fett im Kaffee: Butter, Kokosöl & Co.

Hier haben wir, wie es so schön heißt, eine verzwickte Situation: Auf der einen Seite unterbricht reines Fett aus guter Weidebutter und Kokosöl Fastenprozesse nicht, sondern kann die Autophagie sogar unterstützen.


Dennoch sind es Kalorien, die dann nicht aus deinen Körperreserven gewonnen werden können. Und auch das ist ein wichtiger Teil des Intervallfastens. Denn Intervallfasten soll deinen Körper mobilisieren, Energie aus eigenen Fettdepots zu gewinnen.


Jede Art von Kalorien bewirken aber, dass der Körper seine eigenen Reserven nicht mehr zur Energiegewinnung nutzt. Dennoch sättigen Fette gut und wirken sich nicht so stark auf die Fastenprozesse aus, wie etwa Milch und Zucker im Kaffee.


Das müssen wir uns noch kurz genauer ansehen:

Ist ein Bullettproof Kaffee eine gute Alternative für Milchkaffee?

Ein Bulletproof Coffee/Bulletproof Kaffee ist eine Erfindung des US-Unternehmers Dave Asprey. Er besteht aus hochwertigem Kaffee, Weidebutter, Kokosöl/MCT-Öl und etwas Zimt und Vanille.


Diese Mischung unterstützt einige Fastenprozesse, sättigt, unterstützt die Bildung von Ketonkörpern und nützt besonders jenen, die am Anfang noch Probleme haben, ohne Essen die Morgenstunden zu „überstehen“.


Dann kann der Bulletproof Kaffee eine gute Unterstützung sein. Anfänger berichten mir, dass ihnen das Intervallfasten einfacher fällt und es nicht so schlimm ist, das Frühstück ausfallen zu lassen.


Sehr gerne empfehle ich den BPC auch beim steigern der Fastenphase in den ersten Tagen. Er hilft dir dann ungemein, ohne Hunger die längeren Fastenstunden auszuhalten.


Längerfristig sollte es jedoch dein Ziel sein, keine Kalorien zu dir zu nehmen, auch nicht in Form von Butter und Kokosöl. So profitierst du optimal von allen Vorteilen des Intervallfastens und bleibst voller Vorfreude auf deine Essensphase.


Schwarzer Kaffee, Tee oder Wasser sollten deine einzigen Formen von Nahrung sein – kalorienfrei und süßstofffrei, wohlgemerkt.


In diesem Beitrag gehen ich nochmal ausführlicher auf den Bulletproof Coffee ein, wenn dich das interessiert.

Zuckerersatzstoffe – Eine Ausnahme gibt es!

Für Beginner des Intervallfastens gibt es noch einen Geheimtipp, der anfangs hilft, sich vom Zucker im Kaffee zu „entwöhnen“: Erythrit! Erythrit ist ein Zuckeraustauschstoff, der nur minimal Kalorien enthält und etwas süß schmeckt.


Er wird insulinunabhängig verstoffwechselt und kann beim Einstieg helfen, wenn du den Zucker im Kaffee gewöhnt bist.


Aber auch hier gilt: Das Ziel ist, Kaffee, Tee und Wasser zu trinken, ohne jegliche Zusätze.

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Solltest du Kaffee beim Intervallfasten trinken?

Sicher hättest du gerne eine einfache Antwort bekommen. Jedoch ist die Antwort von mehreren Faktoren abhängig. Lass uns noch einmal die wichtigsten Punkte zusammenfassen:


Kaffee beim Intervallfasten ist in Ordnung, wenn…


  • Es sich um hochwertigen Kaffee handelt
  • Du Kaffee in Maßen konsumierst (1-2 Tassen täglich)
  • Du Damit nicht künstlich das Fastenfenster verlängerst, um den Hunger zu unterdrücken
  • Du kein chronisches Stress-Problem hast
  • Es sich um schwarzen Kaffee handelt. Ohne Milch, Zucker und Süßstoffe


Wenn du diese Punkte beherzigst, kann Kaffee dich gut unterstützen. Denn er unterstützt die Fettverbrennung, Autophagie, Konzentration und unterdrückt aufkommende Hungergefühle.


Aber behalte bitte im Hinterkopf, dass Kaffee eine allgemein akzeptierte Droge ist. Sie ist salonfähig, kann aber bei falschem Handling dein Intervallfasten eher belasten, als unterstützen.


Wenn du es richtig machst, ist schwarzer Kaffee einer deiner besten Unterstützer beim Intervallfasten. Zusammen mit gutem grünen Tee und natürlich viel Wasser.

(1) Pietrocola F, Malik SA, Mariño G, et al. Coffee induces autophagy in vivo. Cell Cycle. 2014;13(12):1987‐1994. doi:10.4161/cc.28929


(2) Pulido R1, Hernández-García M, Saura-Calixto F. Contribution of beverages to the intake of lipophilic and hydrophilic antioxidants in the Spanish diet. Eur J Clin Nutr. 2003 Oct;57(10):1275-82.

Nicole Lange

Über die Autorin 

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Nicole Lange ist Fastenleiterin, Krankenschwester und Abnehmcoach. Ihre Mission als Gründerin der Gesundheitsbox ist es, Menschen professionell darin zu unterstützen, gesund und nachhaltig ihr Wohlfühlgewicht zu erreichen und gleichzeitig ihre Gesundheit auf ein neues Level zu heben. Hier » erfährst du mehr über Nicole Lange und die Gesundheitsbox.

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